Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus

Heute ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Am 27. Januar 1945, vor genau 71 Jahren, fand die Befreiung der Gefangenen des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und der beiden anderen Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee im letzten Jahr des Zweiten Weltkrieges statt. Seit 1996 ist der heutige Tag ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag.
Aus diesem Anlass fand heute Vormittag eine Gedenkveranstaltung in der Aula vom Haus 1 unseres Gymnasiums statt. Nach einem musischen Beitrag von dem Blechbläserensemble unserer Schule hielt Annett Jura, die Bürgermeisterin der Stadt Perleberg ihre Gedenkrede: „Zu jener Zeit war Brutalität, Unmenschlichkeit, Verfolgung und Unterdrückung an der Tagesordnung. So etwas darf es und wird es nie wieder geben. So gedenken wir alljährlich an die Verfolgten, sodass diese schreckliche Zeit nie in Vergessenheit gerät.“ Mit dabei war auch der zwölfte Jahrgang unserer Schule: „Wir haben uns nach einigen Absprachen dazu entschieden, die Gedenkveranstaltung heute hier im Gymnasium stattfinden zu lassen. Wir wollen das Geschichtliche den Schülerinnen und Schülern näher bringen und in die nächsten Generationen weitertragen“, so die Bürgermeisterin. Des Weiteren erläuterte Annett Jura, dass es damals auch in der Perleberger Feldstraße für einige Wochen ein Konzentrationslager gab.
„Mehr als sechs Millionen Menschen verloren bei dem Völkermord ihr Leben, viele waren auf der Flucht“, berichtet Torsten Uhe, Landrat des Landkreis Prignitz. „In ganz Deutschland gab es damals Hetzreden und Vertreibungen, auch in Perleberg. Die Region sollte „Judenfrei“ sein“, so der Landrat. „An diese Zeit und an die damalige Situation Gedenken wir heute.“
Noch bis zum 10. April gibt es zu diesem Thema eine Sonderausstellung im Stadt- und Regionalmuseum Perleberg. Diese Ausstellung stellt das schwierige Kapitel der deutschen Geschichte unter dem Thema „Terror in der Provinz Brandenburg Frühe Konzentrationslager 1933/34“ dar. Zum einen aus der Landesgeschichte von Brandenburg und zum anderen regionalgeschichtlich mit der Prignitzer Perspektive.
Zudem gelobt wurde die Gruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ unserer Schule, diese im vergangenen Jahr den ersten Platz bei dem Wettbewerb „Fair bringt mehr“ erreichte.
Des Weiteren gab es Vorlesungen zu diesem Thema von Jonas Kautz, einem Schüler des zwölften Jahrgangs und Tom Büchner, Lehrer des Perleberger Gymnasiums.
Anschließend setzte sich ein Gedenkmarsch zum VVN-Denkmal auf dem Marienplatz in Bewegung. Vor Ort wurden Kränze niedergelegt und in Stille getrauert. Abschließend gab es noch einen musikalischen Beitrag des Blechbläserensembles.

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Fotos und Text: Marcus J. Pfeiffer

 

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