In Gedenken an den Tag der Befreiung

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Die Gruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ legte am Denkmal einen Strauß nieder.

Am gestrigen Sonntag lud die Stadt Perleberg alle Bürgerinnen und Bürger sowie Schulen, Vereine und Unternehmen zum Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt auf die Kriegsgräberstätte am Grahlplatz in Perleberg ein. Anlass war der 71. Jahrestag der Befreiung von Krieg und NS-Diktatur.
Am 08. Mai 1945 endete der am 1. September 1939 eröffnete Zweite Weltkrieg in Europa, an dem sich 60 Staaten beteiligten und in dessen Ergebnis 60 bis 70 Millionen Tote zu beklagen waren. Nicht Kapitulation und Niederlage, sondern Befreiung von Krieg und NS-Diktatur ist seit der Rede des damaligen Bundespräsidenten Richard Weizsäcker im Jahr 1985 Grundtenor der Erinnerungskultur.
Krieg, Tote, Verlust von Heimat und geistigen wie materiellen Werten sowie Menschenverachtung sind noch immer aktuell, auch in Europa, daran wurde gedacht.
Nach einer musischen Darbietung des Blechbläserensembles der Kreismusikschule, darunter junge Musiker unseres Gymnasiums, wurden Blumensträuße und geflochtene Kränze am Denkmal niedergelegt. Unter anderem von der Gruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ des Perleberger Gottfried-Arnold-Gymnasiums zusammen mit Peter Krips, Leiter der VVN-BdA*, dem Landrat Torsten Uhe sowie Vertretern der Stadtverordnetenversammlung.

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Kamo Pogosian ist begeistert, dass so viele Leute zum Gedenken gekommen sind.

„Egal welche Politiker an der Macht sind, egal welche Kriege in anderen Ländern geführt werden, egal welche Situation in Europa herrscht, diesen Tag dürfen wir nie vergessen. Egal in wie vielen Ländern Faschismus regiert, solch einen Krieg dürfen wir nie wieder zulassen“, betont Frank Döring, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, in seiner Gedenkrede.
Ein ehemaliger Soldat der Roten Armee und jetziger Bürger der Gemeinde Karstädt, Kamo Pogosian, ist glücklich darüber, dass so viele Leute gekommen sind: „Ich freu mich ganz besonders über die vielen jungen Menschen, die heute gekommen sind und an die Befreiung gedenken. Ich bin der Meinung, dass der Tag der Befreiung ein richtiger Gedenktag sein muss. An diesem Tag soll es keine Arbeit geben. Die Leute müssen gedenken und den Tag verstehen lernen“, meint Kamo Pogosian bevor er alle Teilnehmer zu russischem Wodka und Speck mit Körnerbrot einlud.

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Viele Menschen sind gekommen um an die Opfer von Krieg und Gewalt zu denken.

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Musisch untermahlt wurde die Gedenkveranstaltung von dem Blechbläserensemble der Kreismusikschule, darunter junge Musiker unseres Gymnasiums.

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Viele Kränze und Sträuße wurden am Kriegsdenkmal niedergelegt.

*Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

Fotos: Redaktion
Text: Johannes Reinbothe

 

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