Wikinger in der Prignitz

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Sehr informativ und lehrreich war die Waffenkunde und Gewandschau.

Über das gesamte Pfingstwochenende haben die Wikinger im kleinen Dörfchen Schilde rast gemacht und luden alle Einheimischen zu besuchen ein. Bereits im vergangenen Jahr fand ein Wikingermarkt in dem Dörfchen zwischen Weisen und Dergenthin statt, welcher seither von der Gemeinde Weisen und der Kultuscheune Schilde veranstaltet wird. An die 70 Darstellerfamilien präsentierten sich an diesem Wochenende. Allesamt sehr redlich und aufgeschlossen. Bei einem kleinen Regenschauer kamen wir mit Kai ins Gespräch. Schon seit vielen Jahren zieht der Hamburger mit seinem Kumpel Aki im Sommer von Markt zu Markt: „Die Wikingermärkte sind für mich wie ein Kurzurlaub. Einfach mal den Alltag entfliehen und abschalten.“ Am Dienstag geht dann für die meisten Aussteller wieder das reale Leben weiter, auch für Kai. Er arbeitet übrigens im Kundendienst eines Großhandels.
Traditionell gab es wieder ein buntes Programm für Jung und Alt. Neben Schmaus und Trank sowie zahlreichen Händlern, die ihre Waren präsentierten, sorgte Gaukler Ferdinand Freudensprung für beste Unterhaltung. „Als Jongleur fliegen bei mir nicht nur Gegenstände durch die Luft, sondern auch Worte“, so beschreibt Ferdinand selbst seine Shows, der im echten Leben Lennart Helm heißt und aus Berlin kommt. Mit Akrobatik und künstlerischen Darbietungen wurden gleichzeitig die Lachmuskeln angeregt.

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Zahlreiche Händler präsentierten ihre Waren.

Sehr informativ war die Waffenkunde und Gewandschau. Symbole und Arten, Stände und Herkunftsländer von Wikinger. Alle Unterschiede wurden dort erläutert und Fragen geklärt. Anschließend zeigten die Darsteller in Kampfvorführungen ihr Können.
Auch für die Kinder gab es wieder jede Menge zu entdecken. Sei es beim Versenken eines Wikingerschiffes, einen Speckstein schnitzen oder Dosenwerfen. Die Erwachsenen waren etwa für das Axtwerfen und Bogenschießen zu begeistern oder genossen im Schatten der großen Bäume des alten Gutsparkes einen kühlen Met oder etwas Leckeres vom Grill.
Ebenfalls wieder mit dabei waren die „Lautlosen“. Mit Dudelsack und Trommeln im Gepäck sorgte das Gespann für feinste Wikingermusik.
Bis Pfingstmontag ließ es sich bei Vorführungen und Kämpfen, Schmaus und Trank, Musik und Gauklern sowie zahlreichen Händlern auf dem Platz gut Verweilen, bevor die Wikinger wieder weiterzogen.

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Allerfeinste Wikingermusik boten die „Lautlosen“ mit Dudelsack und Trommeln.

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Fotos und Text: Marcus J. Pfeiffer

 

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