Jüdisches Leben in einer Stadt des Mittelalters

JudenhofMittelalterliche Kulturgeschichte aus jüdisch-deutscher Perspektive

Vortrag am Donnerstag, den 14. Juli 2016 um 19 Uhr in der Begegnungsstätte Judenhof.

Was konnten jüdische Fernhändler zur Entstehung städtischen Bürgertums beitragen? Was lasen Juden im Zeitalter des Minnesangs, vor allem was sangen jüdische Minnesänger? Welche Rolle spielten Frauen im deutsch-jüdischen Kontext dieser Zeit? Wie sah die Selbstverteidigung und Organisation der Juden im Hochmittelalter aus? – schließlich wurden aus eben noch geschätzten jüdischen Ärzten, Hebammen, Handwerkern und Kaufleuten angebliche Brunnenvergifter, Kindsmörder und Hostienschänder.

Chasan Jalda Rebling ist ordinierte Kantorin und Sängerin, spezialisiert auf mittelalterliche Musik. Sie lehrt in der Tradition jüdischer Wanderlehrer und verbreitet, über Geschichten und Lieder vermittelt, jüdisches Wissen in Europa, in Israel und USA. In Amsterdam geboren, aufgewachsen in der Hauptstadt der DDR.

Prof. Dr. Frank Stern, aufgewachsen in Berlin, hat an der Universität in Tel Aviv in Israel und an der Ben-Gurion-Universität deutsche und österreichische Kultur und Geschichte gelehrt, ist heute Professor für visuelle Kulturgeschichte an der Universität Wien, lehrt 2016 an den Jüdischen Studien der Universität Potsdam und ist Direktor des Jüdischen Filmclubs Wien.

Im Rahmen des Schülerprojekts am Gottfried-Arnold-Gymnasium, unterstützt von der  F.C. Flick Stiftung, bietet diese Veranstaltung einen in seiner Weise durchaus sinnlichen und melodischen Abend, der Einblicke in jüdischen Lebenswelten gibt – nicht nur in die des Hochmittelalters.


Prof. Frank Stern promovierte an der Universität Tel Aviv über deutsch-jüdische Zeitgeschichte. Heute ist er Professor für visuelle Zeit- und Kulturgeschichte an der Universität Wien.

Chasan Jalda Rebling lehrt in der Tradition der Maggidim, jüdische Wanderlehrer, die mit Liedern, Legenden und Geschichten jüdisches Wissen in die Welt tragen. Hierbei entstand auch eine Sammlung von Geschichten jüdischer Frauen des Mittelalters.


Quelle: Stadt Perleberg
Foto: Marcus J. Pfeiffer

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