Jahresvortragsreihe im Stadt- und Regionalmuseum Perleberg

Nächster Vortrag am Montag, 7. November 2016 um 19.00 Uhr mit Dr. Gerhard Ruff aus Salzwedel

Die in Perleberg und Salzwedel ansässigen Glockengießer des 17. und 18. Jahrhunderts und ihre Läuteglocken für die Prignitz

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Glocke in Andorf (Salzwedel), gegossen 1611 von Philipp Leggetow aus Perleberg.   Foto: Referent

Glocken auf den Kirchtürmen und Rathäusern sind in jeder Stadt zu finden. Sie gehören zum Leben eines jeden Christen und rufen zum Gottesdienst, zum Gebet. Die Ratsglocke wurde zu bestimmten Anlässen geläutet, wie bei Ausbruch eines Feuers, Schließung der Stadttore, bei Sterbefällen und Bekanntmachungen. Heute noch schlagen sie die Zeit an.
Seit der Christianisierung wurden die Glocken von Wandergießern hergestellt. Ihre Namen sind meistens nicht bekannt. Erst im 15. Jahrhundert lassen sich vereinzelt die Gießer namhaft machen. Sie kamen aus dem Harzvorland und aus Westfalen.
Im ersten Halbjahr des 17. Jahrhunderts und im 18. Jahrhundert ließen sich dann dauerhaft Glockengießer nieder, wie in der Altmark. In Salzwedel lebten und arbeiten von 1652 bis 1787 acht Glockengießer. In Flessau bei Osterburg war es der Glockengießer M. Jochim Kraberg. Sie gossen Glocken für die Altmark, die Prignitz und für das nahe Lüneburger Land um Lüchow und Dannenberg.
Auch in Perleberg waren im 17. Jahrhundert vier Glockengießer ansässig, wie Philipp Leggetow, dem bisher 14 Glockengüsse nachgewiesen werden können.
Glocken waren leider stets Gegenstand kriegerischer Auseinandersetzungen. Große Verluste sind durch die Glockenvernichtungen im Ersten und Zweiten Weltkrieg zu beklagen. Im Jahr 1917 wurden 72 Glocken der Ost- und Westprignitz für die Kriegsindustrie eingeschmolzen.
Die Glockengießer von Perleberg und der Altmark werden im Vortrag näher vorgestellt und es wird von der systematischen Vernichtung der Glocken in beiden Weltkriegen berichtet.

Der Eintritt beträgt 5,- Euro, ermäßigt 3,- Euro.


Es informiert die Stadt Perleberg

 

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