Wissenschaften näher gebracht

Einen Tag voller unterschiedlicher Wissenschaften, die in verschiedenen Vorträgen dargestellt wurden, gab es am vergangenem Montag zum zweiten Tag der Wissenschaften an unserem Gymnasium. „Zuvor wurde über zehn Jahre der Tag der Naturwissenschaften ausgerichtet, bis wir die Bandbreite vergrößerten“, berichtet Sabine Stephan als verantwortliche Lehrerin. 31 Vorträge wurden in diesem Jahr geboten, wobei jeder Schüler die Möglichkeit hatte, vier verschiedene Veranstaltungen zu besuchen, hieß es weiter.
Angeboten wurde ein bunt gemischtes Programm. Vom Poetry Slam, Supersäuren und Sprinkleranlagen über Essstörungen und Fasten bis hin zu der Vermessung des Universums und der Medien im Wandel der Zeit, reichten in diesem Jahr die Themen. Zu den Highlights in diesem Jahr zählte ein Vortrag von den beiden ehemaligen Schülerinnen Sabrina Jaap und Katrin Kühn. „Vom GAG zur Gründung – zwei Abiturienten erobern die Welt der Insekten“, hieß ihr Vortrag. Beide haben eine Firma gegründet, die es sich zum Ziel gemacht hat Hundefutter aus Insekten herzustellen. Auch für uns Menschen ist es in der Zukunft vorstellbar aus den kleinen Krabbeltierchen kleine Snacks zum Verzehr bereitzustellen. Das konnten die teilnehmenden Schüler auch gleich selbst ausprobieren und verkosten.
Mit dem Tag der Wissenschaften soll das Selbstbewusstsein und der Wissensstand gestärkt werden, wie Sabine Stephan meint. „Die Schüler halten die Vorträge nicht nur vor ihrer Klasse, sondern vor unterschiedlichen Jahrgängen. Sie sollen Sicherheit dazu gewinnen und neues ausprobieren können“, so die Lehrerin weiter. „Jeder soll etwas aus den Vorträgen für sich mitnehmen und über den eigenen Tellerrand hinausschauen.“ Der Tag der Wissenschaften wird jährlich am Montag vor den Sommerferien veranstaltet.

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Bei dem Vortrag der beiden ehemaligen Schülerinnen Sabrina und Katrin gab es kleine Muffins und Kekse aus und mit Mehlwürmern.   Foto: Schule

Text: Marcus J. Pfeiffer

 

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Spannende Projekte am Gymnasium

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Auf Vermisstensuche mit den Hunden der Rettungshundestaffel aus Wittenberge.

Einen etwas anderen Unterricht erlebten die Schüler in der vergangenen Woche an unserem Gymnasium traditionell kurz vor den Sommerferien. Mit Sport, Kreativität, Kultur, Geschichte und Naturwissenschaft wurde die Projektwoche verlebt. In diesem Jahr konnten 18 Projekte angeboten werden, wie Anke Hildebrandt, Lehrerin und Organisatorin der Woche berichtet. Darunter Projekte wie Judo, Astronomie, die Industrialisierung der Prignitz sowie Götter und Riten. „Die Hälfte davon sind Schülerprojekte. Uns ist es wichtig, dass die Jahrgänge gemischt werden. Die verantwortlichen Schüler sollen selbstständig arbeiten und ihr Selbstbewusstsein stärken“, so Anke Hildebrandt. „Mit der Zusammenarbeit lernen sich alle besser kennen und das Schulleben wird noch mehr belebt.“ Zudem biete die Projektwoche die Gelegenheit Themen anzusprechen, die im Unterricht kaum angesprochen werden oder gar kein Thema sind.
Musikalisch ging es im Projekt „Straßenmusik“ zu. „Wir haben Lieder einstudiert, sind auf die Straße gegangen und haben für einen guten Zweck Geld gesammelt“, berichtet Schülerin Jenny Abert aus dem zehnten Jahrgang, die zusammen mit Marlena Plabst das Projekt leitete. „Unserer Schule, der Perleberger Tafel und dem Kindergarten Piccolino kommen die Einnahmen zugute.“ Eines der vielen Auftrittsorte war das Kreiskrankenhaus Perleberg. „Musik schafft Verbindungen. Wir freuen uns sehr über diesen schönen Auftritt“, sagte Karsten Krüger, Geschäftsführer der Klinik. Weitere Auftritte folgten in der Grundschule Geschwister-Scholl und im Stadtgebiet.

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Wie das geht mit dem Retten aus dem Wasser lernten die Teilnehmer des Projektes „Rettungsschwimmen“. 

In der Projektwoche kam auch die Rettungshundestaffel aus Wittenberge zum Einsatz. So wurden mit den Schülern viele Einsatzszenarien durchgeführt und dargestellt, wie Antonia Zado von der Hundestaffel informiert. „Doch zunächst haben wir viel Theorie gelehrt. Darunter wie man einen Notruf absetzt, Gefahren erkennt und wie das Funken geht. Das haben alle ganz gut gemacht.“ Mit Mantrailern und Flächenhunden ging es so innerhalb der Woche in den Wald, um nach Vermissten zu suchen. „Unser Ziel ist es die Schüler zu begeistern und vielleicht Nachwuchs zu bekommen“, so Antonia Zado weiter.
Wie man Menschen im Wasser rettet, lernten die Schüler im Perleberger Freibad bei dem Projekt „Rettungsschwimmen“ mit Schülerin Alexandra Welk. Sie ist selbst seit 2013 in der Wasserwacht und möchte ihr Wissen nun weitergeben. „Die Ausbildung findet in der Theorie und Praxis statt.“ So sieht auch die Woche der Gymnasiasten aus. „Wir lernen theoretisch die Erste Hilfe und die Gefahren im Wasser und üben praktisch verschiedene Befreiungsgriffe und das Retten mit Rettungsmitteln“, so Alexandra Welk weiter.
„Die Projektwoche ist keine einfache Geschichte, die Organisation ist sehr komplex. Ich finde es toll und bewundernswert, dass jeder Schüler erfasst wird“, so die stellvertretende Schulleiterin Marion Krieg. „Alle Projektleiter hängen sich richtig rein und halten alle bei der Stange. Ich finde es gut, dass wir uns der Herausforderung stellen.“ Im kommenden Jahr geht es weiter mit der nächsten großen Projektwoche. Schon weit im Voraus wird geplant und organisiert, woran Schüler und Lehrer gemeinsam mitwirken.

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„Straßenmusik“ gab es in der vergangenen Woche unter anderem vor dem Perleberger Kreiskrankenhaus.

Fotos und Text: Marcus J. Pfeiffer

 

Mit englischem Kurzfilm bei Bundesfinale der Fremdsprachen

Seit Oktober werkelten acht Schüler aus der Klasse 10.2 des Perleberger Gottfried-Arnold-Gymnasiums an ihrem eigenen englischen Kurzfilm mit dem Titel „Youth“. Es wurden Pläne entworfen, das Drehbuch geschrieben, gedreht, vertont und geschnitten, alles aus Schülerhand.
Im Februar wurde er durch die Gymnasiasten beim Bundeswettbewerb der Fremdsprachen eingereicht. Der Wettbewerb wird auf Bundesebene für Schüler der Klassenstufen sechs bis 13 sowie für Auszubildende durchgeführt. Er wurde 1979 vom „Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft“ gegründet und wird jetzt von der Initiative „Bildung und Begabung“ ausgerichtet. Schirmherr von „Bildung und Begabung“ ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
„Vor wenigen Wochen erhielten wir eine positive Rückmeldung“, berichtet Englischlehrerin Giesela Schulz. „Ende Juni sind wir zum großen Bundesfinale nach Dresden eingeladen. Drei Schüler werden dort den Kurzfilm vorstellen und präsentieren.“ Das bedeutet, das Perleberger Gymnasium ist unter den 32 besten Einreichungen deutschlandweit. „Ich habe mich sehr über die Einladung gefreut und bin optimistisch. Wir haben richtig gute Schüler in der Klasse. Wir werden die englische Sprache meistern.“
Der Kurzfilm handelt von dem Leben junger Leute und ist an die Realität stark angepasst. Ärger mit den Eltern, ein Auslandsjahr in fremder Umgebung, das Finden von Freundschaften und weitere Probleme, Sorgen sowie Erlebnisse werden in wenigen Minuten Spiellänge innerhalb einer Geschichte thematisiert. Das Besondere: Der ganze Film wurde aus reiner Schülerhand fertiggestellt. Zwar schaute Giesela Schultz ab und an den Schülern bei ihrer Arbeit über die Schulter und half bei der Organisation. Doch den Film letztendlich fertiggestellt haben die Schüler komplett selbstständig. Viel Arbeit und Engagement kostete das Projekt. „Es war nicht immer leicht Zeitmanagement, die Organisation der Drehtage und die Schule unter einen Hut zu bekommen“, so Fabian Reisner, einer der Mitwirkenden. Schließlich haben die Schüler alles selbst in die Hand genommen und eigenes Wissen und Technik umgesetzt. „Schauspielerei haben wir alle zuvor noch nie gemacht. Das war anfangs gar nicht so leicht“, ergänzt Schülerin Lena Meinert. Doch letztendlich wurde ein runder, unterhaltsamer, spannender und emotionaler Film fertiggestellt, der die Jury beim Vorentscheid überzeugen konnte.
Neben der Einladung zum Bundesfinale sind die Teilnehmer außerdem zur Auszeichnung nach Potsdam eingeladen. Dort findet das Finale auf brandenburgischer Ebene statt.

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Sechs der acht Teilnehmer (vlnr.): Fabian Reisner, Johanna Wolf, Luisa Edelmann, Lise Bottas, Lena Meinert und Sophie Schwartz

Text: Phil Haverbeck und Marcus J. Pfeiffer
Foto: Marcus J. Pfeiffer

 

Perleberger Vorschüler sind nun „Bibfit“ für die Stadtbibliothek

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Puppenspielerin Knubbelkrud.

Seit Herbst letzten Jahres besuchten die Vorschulgruppen der Perleberger Kindereinrichtungen ihre Stadtbibliothek. Für jede Gruppe wurden jeweils drei Veranstaltungen in der Bibliothek durchgeführt, in denen die Kinder viel über die Benutzung einer Bibliothek und deren Medienangebot lernten.
Bibliotheksmitarbeiterin Petra Sommerfeld-Mader besprach mit den Kindern, welche Medien in einer Bibliothek entleihbar sind, denn die Stadtbibliothek hat nicht nur einen großen Kinderbuchbestand sondern auch DVD´s, CD`s, Tiptoi und Ting im Angebot. Aber auch Spiel und Spaß kamen bei den Veranstaltungen nicht zu kurz.
In einem Märchenquiz konnten die Kinder ihr Wissen unter Beweis stellen und sie lauschten ganz aufmerksam den Geschichten über einen einsamen Bären und der Bildergeschichte „Emma und Paul erleben die Jahreszeiten“ – präsentiert im Kamishibai-Erzähltheater.
Zum Abschlussfest des Projektes hatte die Stadtbibliothek dann am 17. Mai 2017 um 9.45 Uhr ins Freizeitzentrum „Effi“ eingeladen. Hier begeisterte die Puppenspielerin „Knubbelkrud“ die Kinder mit dem Stück „Alarm im Bücherschrank“. Alle Kinder und Erzieher/innen erlebten Papa Krokodil und Sohn, bei ihren außergewöhnlichen Versuchen das Lesen zu lernen.
An jede Kindergartengruppe wurden dann die „Bibliotheksführerscheine“, Erinnerungsbilder und Überraschungstüten für jedes Kind übergeben. Die Begleitmaterialien zu dieser Leseförderungsaktion wurden von der Sparkasse Prignitz gesponsert. Herzlichen Dank!
Das nächste Bibfit-Projekt startet in Perleberg im Oktober 2017.

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Die Vorschüler bei der Abschlussveranstaltung von „Bibfit“.

Es informiert die Stadt Perleberg

 

GEGEN Rassismus und MIT Courage wird am Perleberger Gymnasium GROß geschrieben

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Jeden Mittwoch wird sich getroffen, um sich auszutauschen und um zu diskutieren.

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist ein Projekt von und für Schülerinnen und Schüler. Es bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, das Klima ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen die Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden und einsetzen.
Dem Schulnetzwerk in Deutschland gehören über 2000 Schulen an (Stand: April 2016). Unsere Schule, das Gottfried-Arnold-Gymnasium trägt den Titel schon seit dem 11. April 2008. Seit diesem Schuljahr ist Daniel Pöhl Leiter dieser Arbeitsgemeinschaft und führt so die Arbeit von Lukas Arnold und Jonas Henle weiter. „Zurzeit hat die AG zwölf Mitglieder aus unterschiedlichen Jahrgängen, einige kommen auch von der Oberschule“, berichtet Daniel Pöhl. „Außerdem werden wir schon seit vielen Jahren von Peter Krips unterstützt.“ Peter Krips ist Mitglied in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, dem Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten.
Jeden Mittwochnachmittag treffen sich alle Mitglieder der Gruppe im Ganztag unseres Gymnasiums. Dort werden neuen Ideen vorgeschlagen und darüber diskutiert sowie über aktuelle politische Themen gesprochen. All das auf freiwilliger Basis und lehrerunabhängig.
Zu den bisherigen Highlights zählt ganz klar das „Konzert gegen Rechts“ im Jahr 2013. Für dieses Projekt wurde die Gruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ unserer Schule in dem Wettbewerb „Fair bringt mehr“ mit dem ersten Platz ausgezeichnet und nach Potsdam eingeladen. Außerdem werden jährlich die Stolpersteine im Perleberger Stadtgebiet in Gedenken an die Pogromnacht geputzt.
„Als nächstes stehen zwei Veranstaltungen an“, berichtet Daniel Pöhl. „So werden wir am 27. Januar an die Opfer des Holocaust gedenken und voraussichtlich am 12. Februar eine Veranstaltung zum Thema „Kindersoldaten“ durchführen. Außerdem wird es noch Weiteres von uns in diesem Jahr geben.“

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Gruppenbild aller Mitwirkenden vor einem Jahr noch mit Jonas Henle als Leiter der Gruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Text: Merle Roder
Fotos: Marcus J. Pfeiffer

 

Schulstunde mal anders

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Kein Mobbing!

Selbstbewusst „Stopp“ sagen und Mobbing vermeiden – Courage in der Klasse 7.2

Vor einigen Wochen fing der Unterricht für unsere Klasse mal ganz anders an. Im Stuhlkreis begrüßten wir morgens außer unsere Klassenlehrerin Frau Pein, noch zwei andere Frauen in unserem Klassenraum. Andrea und Sandra, so durften wir die beiden nennen. Die beiden Antigewalt- und Kompetenztrainerinnen, die sonst mit schweren Jungs in einer Justizvollzugsanstalt arbeiten, hatten für zwei Unterrichtsstunden das Kommando bei uns übernommen. Mit der „Wilden Acht“ wurden wir aufmerksam gemacht, auf uns selbst. Der Größe nach liefen wir, ohne zu reden, eine Acht. Wir mussten alle aufeinander achten und die Geschwindigkeit anpassen, um uns nicht anzurempeln. Dabei wurde es richtig spannend. Doch was hatte das Ganze mit Selbstbewusstsein und Mobbing zu tun? Es ist das Gegenseitige aufeinander Acht geben und Respekt haben, aber auch die Größe, zu sagen, Nein so nicht!
Distanz und Nähe waren zu spüren, was einigen von uns unangenehm war. Wie weit darf mein Gegenüber mir zu nahe kommen, was gefällt mir nicht mehr? Wo hört der Spaß bei körperlichen Kontakten auf? Mit Magneten an Tafelbildern machten wir Jungs und Mädchen, getrennt voneinander klar deutlich, an welchen Körperteilen wir nicht berührt werden möchten. Wie nah man Kontakt zulassen will, konnte jeder ganz gut einschätzen. Eine ausgestreckte Armlänge ist bei den meisten der Abstand, der nicht unterschritten werden soll. Das probierten wir paarweise in einer nachgestellten Situation aus.

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Keine Gewalt!

Erst vorsichtig, aber dann doch klar, sagten alle laut und deutlich STOPP zu ihrem Rollenspielpartner. Eine einfache Übung, die erst Überwindung kostete, aber dann gut klappte. Etwas ernster war es dann beim schweigenden Aufstehen, hier war es bedrückender. „Stehe schweigend auf, wenn du schon einmal gemobbt wurdest“, „Stehe schweigend auf, wenn Du schon einmal jemandem körperlich wehgetan hast.“, „Stehe schweigend auf, wenn Du dich schon einmal hässlich gefühlt hast.“, oder auch „Stehe schweigend auf, wenn Du schon einmal gelästert hast.“. Das sind nur einige Sätze, die gesagt wurden und fast alle aus der Klasse sind mindestens zwei- oder dreimal aufgestanden. Fast jeder wurde also schon einmal gemobbt oder war auf der anderen Seite und hat mitgemacht. Das gab uns doch schon zu denken.
Bei Mobbing soll keiner wegschauen und schon gar nicht mitmachen. Und jeder, der in eine solche schwierige Situation gerät, soll Hilfe suchen und annehmen. Positiver ging es dann Richtung Schluss mit dem Smiley-Ball zu. Dort warfen wir uns gegenseitig den Ball zu und sagten, was wir am anderen schätzen. Mit Emoji-Kärtchen in verschiedenen Stimmungen verabschiedeten sich Andrea und Sandra. Dieser Schnupperkurs zur Stärkung des Selbstbewusstseins und gegen Mobbing war für alle sehr interessant und hilfreich. Mal schauen, was wir uns so trauen.

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Wie nah darf mir mein Gegenüber kommen? – Tafelbild der Stellen des Körpers, an denen man nicht berührt werden will.   Foto: Connor Arndt

Text: Connor Arndt, Redakteur der GAG Times aus der Klasse 7.2

 

Ein Tag voller Wissenschaften

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Interessierte Schülerinnen und Schüler zum Thema „Vegetarisch Leben“.

Von der Sprache und Naturlehre, bis hin zu Sport und Geschichte reichten heute die Themen der Vorträge beim ersten Tag der Wissenschaften an unserem Gymnasium. Zum ersten Mal wurde der Montag vor den Sommerferien in vier Durchgängen mit dem Tag der Wissenschaften thematisch breiter gefächert, in den Jahren zuvor fand der Tag der Naturwissenschaften statt.
So gab es heute zahlreiche Referate in beiden Schulhäusern von Schülerinnen und Schülern aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen und Fachbereichen unseres Gymnasiums und darüber hinaus, wovon wir einige im Folgenden kurz vorstellen.

Mit der Zukunft des Universums beschäftigten sich Lea Bahl und Celine Herrmann aus dem elften Jahrgang. Wie sieht die Zukunft der Sonne aus? Kann die Milchstraße vernichtet werden? Was ist die Dunkle Materie? All diese Fragen haben die beiden Schülerinnen in ihrem Referat versucht zu beantworten.

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Luisa Edelmann (l.) und Sophie Schwarz (r.) beim Experimentieren mit Braunkohle.

Der Kohlenstoff, die unterschiedlichen Formen und Arten von Diamanten, deren Entstehung und ein Bezug zum Alltag sowie zur Umwelt wurden von den beiden Schülerinnen Sophie Schwarz und Luisa Edelmann aus der neunten Klasse thematisiert. Außerdem zeigten sie bei einem Experiment was passiert, wenn Braunkohle entgast.

Josephine Peukert ist zwar keine Schülerin unsers Gymnasiums, berichtete aber über ihr spannendes Jahr in den USA im Schuljahr 2005/2006. „Ich wollte damals Erfahrungen sammeln und mich in der Weltsprache Englisch verbessern“, so Josephine. „Und es hat echt was gebracht. Zudem habe ich viele neue Freunde kennengelernt sowie ein wundervolles Jahr mit tollen Gasteltern erlebt.“ Noch heute pflegt sie engen Kontakt zu ihrer Gastfamilie.

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Die „Sportmotorischen Tests“ in der Rolandhalle.

Um die polarisierende Körperkunst der Tattoos drehte sich alles bei der Referentin Lena Meinert aus dem neunten Jahrgang. Sie erklärte unter anderem die verschiedenen Arten, wie New School, Old School sowie die Tribal und Henna Tattoos. Des Weiteren gab es zahlreiche Informationen zu der Entwicklung und Geschichte.
Madita Kudla von unserer Schule und Jennifer Roder vom Wittenberger Gymnasium präsentierten ihre Ergebnisse von der chemischen Schülerausbildung beim Prignitzer Institut für Thermoanalytik in Wittenberge. Darunter zählte unter anderem die Herstellung von Creme und Schokolade.

Physikalische Erklärungen zu unterschiedlichen Sportdisziplinen, wie Wurf- und Streckübungen, gab es bei den „Sportmotorischen Tests“ in der Rolandhalle. Aus den biomechanischen Prinzipien ist schließlich zu entnehmen, dass nicht das Maximum, sondern Optimum für gute Ergebnisse ausschlaggebend ist. Die Ergebnisse der teilnehmenden Schülerinnen und Schülern nutzen die Elftklässler zu ihren Prüfungsarbeiten im kommenden Schuljahr.

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René Herzberg klärte über die unterschiedlichen Arten von Kräutern auf.

Um Argumentation, Darstellungsformen und Methoden der Rhetorik ging es in dem Vortrag von dem Elftklässler Hendrik Imm. Paul Minow aus der neunten Klasse beschäftigte sich mit dem vegetarischen Leben, stellte dazu einen Speiseplan zusammen und zog Vergleiche auf. René Herzberg erklärte die Entwicklung, Anwendung und Verwendung von Heil-, Kosmetik- und Küchenkräutern mit zahlreichen Beispielen. Die elbische Sprache wurde von Lena Rodemann aus dem elften Jahrgang gelehrt. In einem wäldlich geschmücktem Klassenraum und einem faszinierenden Kostüm brachte die Schülerin den Interessierten die wichtigsten Sprachen in der Tolkiens Welt näher.

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Die Elftklässlerin Lena Rodemann lehrte die elbische Sprache.
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Wurfübungen bei den „Sportmotorischen Tests“,
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Hendrik Imm zeigte, wie es mit der Rhetorik richtig geht.

Fotos und Text: Elisa M. Schlosser und Marcus J. Pfeiffer